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Thomas Mann, Buddenbrooks, 22 CDs - bei Medienshop2000

Buddenbrooks

Thomas Mann, Buddenbrooks - Hörbuch, 22 CDs


Höhepunkt der Familiengeschichte: Das Haus in der Mengstraße

Der Roman beginnt mit einem Familienfest zur Einweihung des neu erworbenen Hauses der Familie Buddenbrook in der Mengstraße. Mit einem üppigen Mahl feiert die Familie um Johann Buddenbrook den Älteren in Anwesenheit einiger Honoratioren der Stadt den Erwerb eines der besten Häuser im Kaufmannsviertel einer norddeutschen Hansestadt.

Die kaufmännische Tüchtigkeit des alten Johann Buddenbrook hat aus einem kleinen Familienunternehmen eine der wichtigsten Handelsfirmen der Stadt gemacht. Deshalb konnte sie das Haus aus dem Besitz der bankrotten Familie Ratenkamp erwerben. Es breitet sich Behaglichkeit aus, die Stimmung ist gelöst, der Stadtpoet Jean-Jacques Hoffstede trägt ein Widmungsgedicht vor. Heiter bewegt sich das Gespräch in plattdeutsch, hochdeutsch und französisch durch das Tagesgeschehen, alte Anekdoten werden aufs neue zum Besten gegeben.

Doch entspricht nicht alles dem schönen Schein: Am gleichen Tag ist ein Brief eingetroffen, der einen länger schon schwelenden Familienkonflikt auf die Spitze treibt. Die Idylle dauert nicht lange, schon erhält das glänzende Familienbild erste matte Stellen.

Dekadenz und geschäftlicher Abstieg

Die Vertreter der folgenden Generationen können dem Vorbild dieses arbeitsamen, tatkräftigen Kaufmanns immer weniger genügen. Stattdessen tritt bei mehreren Familienmitgliedern eine dem entschiedenen Auftreten abträgliche Selbstreflexion immer stärker und von Generation zu Generation fortschreitend hervor.

Äußerlich geht es dabei mit dem Haus Buddenbrook noch längere Zeit bergauf. Das Vermögen der Familie bleibt trotz gelegentlicher finanzieller Rückschläge beträchtlich. Den Höhepunkt an Ruhm und Ansehen erreicht die Familie, als Thomas Buddenbrook zum Senator der Stadt gewählt wird. Nach dessen eigener Überzeugung jedoch tritt dieser äußere Glanz - und zwar stets - erst zutage, wenn das Licht, das diesen Glanz erzeugt, in Wahrheit bereits zu verlöschen beginnt.

Bürger und Künstler – der Lebenskonflikt der Buddenbrooks

Die Rolle als tüchtiger Kaufmann und Politiker wird Thomas Buddenbrook mehr und mehr zur Last. Zunehmend verliert er die Zuversicht in die Wichtigkeit seines Handelns. Gesundheitliche und finanzielle Probleme stellen sich ein, die er nur mühsam seiner Umgebung gegenüber verbirgt. So gleicht sein alltägliches Leben immer mehr dem eines Schauspielers. Das von Thomas stets willentlich verdrängte künstlerisch-vergeistigte Element seiner Person kommt, von Todesvorahnungen begleitet, deutlich zum Vorschein. So berauscht er sich an der Lektüre von Schopenhauers "Die Welt als Wille und Vorstellung". Das kurzzeitige traumartige Aufflackern philosophischer Erkenntnis bleibt aber letztlich folgenlos, da Thomas sich nicht von seiner öffentlichen Rolle lösen kann und will.

Thomas' innerer Konflikt spiegelt sich in seinem Widerwillen gegenüber Christian, seinem Bruder, der all das verkörpert, was Thomas in sich unterdrückt, um als tüchtiger Kaufmann zu repräsentieren. Christian fehlt die Disziplin für konsequente Arbeit. Er verbringt seine Zeit mit anderen Lebemännern in Clubs und im Theater und ist ständig in Reflexionen über seine innere Befindlichkeit und seine Krankheiten vertieft. Einen solchen Hang zur Selbstbespiegelung würde Thomas höchstens einem Schriftsteller zugestehen - bei Christian macht es ihn rasend. Doch tatsächlich hat Christian durchaus künstlerische Fähigkeiten. Er kann fesselnd erzählen und zeigt sein komödiantisches Talent, wenn er andere Leute nachahmt.

Mit der Heirat von Thomas (der seine wahre Liebe zum Blumenmädchen unterdrückt) und Gerda kommt die Musik in das Haus der Buddenbrooks und damit der Tod. Gerda ist von schwacher physischer Konstitution und der Nachkomme Hanno Buddenbrook bekommt diese Gene mit auf den Lebensweg. Der Hang zur Kunst und eine damit einhergehende Lebensuntüchtigkeit treten bei Hanno, dem Sohn von Thomas und seiner musikbegeisterten Frau Gerda, noch deutlicher hervor. Der lang erwartete einzige Erbe erweist sich von Anfang an als schwach und übersensibel. Thomas' Bemühungen, darüber hinwegzusehen und doch noch einen Kaufmann, nach dem Vorbild des Urgroßvaters, aus seinem Sohn zu machen, tragen nur zur Entfremdung der beiden bei. Nach dem frühen Tod von Thomas - er stirbt nach einer banalen Zahnbehandlung - ist das kaufmännische Ende der Familie besiegelt und das große Haus der Buddenbrooks wird verkauft. Hanno hat Anlagen zum Komponisten, es fehlt ihm aber an Tatkraft und Lebensmut. Er bleibt lebensuntüchtig, ein Außenseiter und findet Trost allein in seiner Musik und bei seinem schriftstellernden Freund Kai.

Hanno fällt frühzeitig einer Typhuserkrankung zum Opfer. Nach seinem Ende zerstreuen sich die wenigen verbliebenen Familienmitglieder. Einzig Tony, für die die Familie und das Elternhaus nach zwei gescheiterten Ehen alles gewesen sind, bleibt alleine in einem Haus am Stadtrand zurück. Quelle: Wikipedia

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