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Der Botschafter (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
und andere Stücke |
| ISBN: |
3-257-01944-0 |
| Autor: |
Slawomir Mrozek |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 544 Seiten |
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Inhalt: |
Der Botschafter und andere Stücke
»Viele Stilmittel des absurden Theaters tauchen in Mrozeks Grotesken auf, und was sich auf den ersten Blick wie der pure Spaß am Absurden ausnehmen mag, wirkt wie bewußte Tarnung, sobald man den politischen Kern entdeckt hat: die bizarren Einfälle, die zunächst einer verspielten Phantasiewelt anzugehören scheinen, treffen satirisch die diktatorischen Gelüste der realen Welt – nicht nur des Ostens, versteht sich, sondern überall.« Georg Hensel / Spielplan – Schauspielführer von der Ant
»Neue Variationen der Mrozekschen Themen und dramatischen Techniken, hintergründige Farcen über Leben und Tod, Liebe, Ehe und Selbstmord, makabre Scherze, Durchschauen menschlicher Schwächen, Reichtum an Einfällen, Situationskomik, überraschenden Pointen und philosophisch aufgeladenen Dialogen, Balanceakte zwischen dem Mehrdeutigen und dem Eindeutigen, doch mehr noch als früher die direkte politische Aussage, unverschlüsselt und unverhüllt, so spezifisch polnisch wie global.« Helmut Ullrich / Neue Zeit, Berlin
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Autor: |
Geboren am 29.6.1930 in Borzecin bei Krakau. Ein Postmeister hatte die Tochter eines Kleinkrämers geheiratet. Der Kleinkrämer züchtete Schweine. Am Futter für die Schweine taten sich aber nicht nur die Schweine gütlich, auch Ratten ließen es sich nicht entgehen, wenn es etwas zu fressen gab. Der Sohn des Postmeisters wiederum war immer interessiert zur Stelle, wenn die Schweine – und Ratten – gefüttert wurden. »Diese Studien sollten mir später helfen, den Charakter und das Verhalten gewisser Menschen zu verstehen.« Der Sohn des Postmeisters, Slawomir Mrozek, verlegte sich später mehr auf Architektur, Kunstgeschichte und Orientalistik. Karikaturen und Satiren erschienen in Zeitungen und 1957 in seinem ersten Buch ›Der Elefant‹. Das Studieren war Vergangenheit, es folgten eine Hochzeit und dank Stücken wie ›Tango‹ und ›Emigranten‹ der Weltruhm. Bei der polnischen Regierung war Mrozek so hoch angesehen, daß er jahrelang in Italien wohnen konnte, ohne daß die gute Miene als Zeichen für ein böses Spiel hätte gedeutet werden können. 1968, als der Prager Frühling in einen bitteren Winter umschlug, beantragte der Vorzeige-Intellektuelle in Paris politisches Asyl. Es verschwanden das Lächeln aus dem Gesicht der Regierung, seine Bücher aus den Bibliotheken und Buchhandlungen und seine Stücke von den Spielplänen. Nur zwei Jahre später – in der polnischen Funktionärsriege hatte es inzwischen kleinere Umstrukturierungen gegeben – tauchte alles wieder auf. Mrozek festigte indessen den Ruf seiner Weltläufigkeit, bereiste Südamerika, dozierte in den USA, entzog sich »der Zugluft der historischen Ereignisse«, ließ sich mit seiner zweiten Frau, einer Mexikanerin, auf einer Ranch in Mexiko nieder und entschloß sich nach zwei Filmen, Schriftsteller zu bleiben. Gut so, denn sonst wäre es vielleicht nie zum Krakauer Mrozek-Festival von 1990 gekommen, das den berühmtesten Schriftsteller der Stadt mit einer Dackelparade feierte. |
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