Autor:
Gustave Flaubert
Sprecher:
Gert Westphal
Produktion:
NRD 1981
Verlag:
Deutsche Grammophon
TOP 10 im Juli 2009
Ausgezeichnet mit dem "Deutschen Schallplattenpreis" 1988
Hörbuch - Gustave Flaubert, Madame Bovary, Lesung, 11 CDs
" Madame Bovary war die große Stunde Flauberts und des Romans. Man hatte dergleichen vorher nicht gekannt... Der Roman der Emma Bovary wurde zu einem Skandalerfolg, man las aus ihm vorab die Schilderung der Sitten-Losigkeit einer provinziellen Ehebrecherin und machte dem Dichter den Prozess. Flaubert, der in der Tat das bürgerliche Maß gesprengt hatte, wurde freigesprochen und war als Schriftsteller über Nacht ein großer Name." (Jean Améry)
"Eine Handvoll literarischer Gestalten hat mein Leben nachhaltiger geprägt als manches Wesen aus Fleisch und Blut, das ich gekannt habe ... Aber es hat keine Gestalt gegeben, mit der ich ein dauerhafteres und eindeutig leidenschaftlicheres Verhältnis gehabt hätte als mit Emma Bovary." Mario Vargas Llosa
Gustave Flaubert
Gustave Flaubert (1821-1880) verbrachte den größten Teil seines Lebens zurückgezogen in der Normandie, wo er innerhalb von dreißig Jahren sechs Bücher schrieb. Seine nüchterne Beobachtungsgabe und die zugleich einfühlsamen wie distanzierten Beschreibungen brachten ihm den Ruf eines sachlichen Realisten ein, seine Schreibweise wurde von den Zeitgenossen als irritierend und sehr modern empfunden. Auch die Themen seiner Romane eckten an. In einer spektakulären Gerichtsverhandlung warf man ihm gar vor, mit Madame Bovary „gegen die öffentliche Moral, die guten Sitten und die Religion“ verstoßen zu haben. Im Grunde ging es jedoch weniger um die Themen, als vielmehr um die Tatsache, daß Flaubert insofern ohne Moral schrieb, als er nur zeigte, ohne aber zu beurteilen.
Gert Westphal
Der "König der Vorleser", wie er in der Zeit genannt wurde, stammte aus Dresden und erhielt dort eine Schauspielausbildung. Bald nach dem Krieg begann er beim Rundfunk seine Karriere als Hörspielregisseur und Vorleser, zunächst bei Radio Bremen, dann beim Südwestfunk. 1959 ging er als Ensemblemitglied zum Züricher Schauspielhaus. Er blieb aber auch weiterhin Vorleser, dessen Repertoire schier unübersehbar war. Seine Lieblingsautoren waren Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann
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