
|
|
|
Der Doppelgänger (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
und andere Geschichten |
| ISBN: |
3-257-06242-7 |
| Autor: |
Slawomir Mrozek |
| Nachwort: |
|
| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 272 Seiten |
|
Inhalt: |
Der Doppelgänger
»So ist das bei Mrozek: jede Geschichte ein Zeigefinger, der sich mal moralisch hebt, mal einen Elefanten in die Luft malt, sich am Kopf kratzt, den neuesten Russenwitz aufspießt und immer wieder an der Stelle bohrt, wo es kitzelt.« Katharina Döbler / Neue Zürcher Zeitung
»Mrozek ist ein Satiriker, dessen formale Begabung auch als Erzähler aus seinem virtuosen Umgang mit logischen Entwürfen herrührt. Als Prosa-Autor ist er in Deutschland noch zu entdecken.« Jürgen Busche / Badische Zeitung, Freiburg
Unsere Bücher-Tipps aus dem Diogenes Verlag:
Wilhelm Busch, Gedichte und Bildergeschichten, Halbleinen Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg, Leinen Petros Markaris, Der Großaktionär, Leinen Slawomir Mrozek, Balhasar, Leinen Urs Widmer, Das Buch des Vaters, Leinen W. Somerset Maugham, Gesammelte Erzählungen, Leinen Andrea De Carlo, Wenn der Wind sich dreht, Leinen Bernhard Schlink, Die Heimkehr, Leinen Donna Leon, Wie durch ein dunkles Glas, Leinen F. Scott Fitzgerald, Diesseits vom Paradies, Leinen Ian McEwan, Saturday, Leinen Jakob Arjouni, Chez Max, Leinen Joachim Ringelnatz, Sämtliche Erzählungen und Gedichte, Leinen Liaty Pisani, Das Tagebuch der Signora, Leinen Loriot, Gesammelte Prosa, Leinen Magdalen Nabb, Eine Japanerin in Florenz, Leinen Martin Suter, Unter Freunden, Leinen Munro Leaf, Ferdinand, Leinen Patricia Highsmith, Der Geschichtenerzähler, Leinen Patrick Süskind, Das Parfum, Leinen Rolf Dobelli, Himmelreich, Leinen
Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
|
|
|
|
|
Autor: |
Geboren am 29.6.1930 in Borzecin bei Krakau. Ein Postmeister hatte die Tochter eines Kleinkrämers geheiratet. Der Kleinkrämer züchtete Schweine. Am Futter für die Schweine taten sich aber nicht nur die Schweine gütlich, auch Ratten ließen es sich nicht entgehen, wenn es etwas zu fressen gab. Der Sohn des Postmeisters wiederum war immer interessiert zur Stelle, wenn die Schweine – und Ratten – gefüttert wurden. »Diese Studien sollten mir später helfen, den Charakter und das Verhalten gewisser Menschen zu verstehen.« Der Sohn des Postmeisters, Slawomir Mrozek, verlegte sich später mehr auf Architektur, Kunstgeschichte und Orientalistik. Karikaturen und Satiren erschienen in Zeitungen und 1957 in seinem ersten Buch ›Der Elefant‹. Das Studieren war Vergangenheit, es folgten eine Hochzeit und dank Stücken wie ›Tango‹ und ›Emigranten‹ der Weltruhm. Bei der polnischen Regierung war Mrozek so hoch angesehen, daß er jahrelang in Italien wohnen konnte, ohne daß die gute Miene als Zeichen für ein böses Spiel hätte gedeutet werden können. 1968, als der Prager Frühling in einen bitteren Winter umschlug, beantragte der Vorzeige-Intellektuelle in Paris politisches Asyl. Es verschwanden das Lächeln aus dem Gesicht der Regierung, seine Bücher aus den Bibliotheken und Buchhandlungen und seine Stücke von den Spielplänen. Nur zwei Jahre später – in der polnischen Funktionärsriege hatte es inzwischen kleinere Umstrukturierungen gegeben – tauchte alles wieder auf. Mrozek festigte indessen den Ruf seiner Weltläufigkeit, bereiste Südamerika, dozierte in den USA, entzog sich »der Zugluft der historischen Ereignisse«, ließ sich mit seiner zweiten Frau, einer Mexikanerin, auf einer Ranch in Mexiko nieder und entschloß sich nach zwei Filmen, Schriftsteller zu bleiben. Gut so, denn sonst wäre es vielleicht nie zum Krakauer Mrozek-Festival von 1990 gekommen, das den berühmtesten Schriftsteller der Stadt mit einer Dackelparade feierte. |
|
|