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Reality-Show (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Roman |
| ISBN: |
3-257-06577-9 |
| Autor: |
Amélie Nothomb |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes, März 2007 |
| Format / Seiten: |
Leinen, 176 Seiten |
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Inhalt: |
Reality-Show
Jeder kennt sie: die Verwandte mit dem Pelzmanteltick, die immer neue Modelle bestellt, obwohl sie hochverschuldet ist. Den Hochstaplerfreund, der sich im 5-Sterne-Hotel einquartiert, obwohl er keinen Cent in der Tasche hat. Den Chef, der ohne Vorwarnung ausfällig wird und tobsüchtig. Man könnte sie umbringen. Warum sie doch immer wieder damit durchkommen? Weil sie in ihren guten Momenten einen umwerfenden Charme oder einfach etwas Genialisches haben. Besonders häufig anzutreffen bei Künstlern, Politikern und Leuten in Führungspositionen – Menschen der Öffentlichkeit. In ›Die Unwiderstehlichen‹ hat Sibylle Mulot diesen Menschentypus – den Maniker – untersucht, sie ist in die Haut der jungen Praktikantin Xenia geschlüpft, die in einer Beratungsstelle für Gestrandete Gelegenheit hat, die Maniker zu beobachten – sie erliegt ihrem Charme. Dies tun auch wir Leser, und wir tun noch ein weiteres. In einem hellsichtigen Moment wird sich wohl jeder fragen, ob nicht auch in ihm ein Keim dieser rätselhaften Krankheit steckt, deren komplexe Ursachen noch nicht abschließend erforscht sind. Und – wie geht man mit dieser Krankheit um? Aussperren? Lachen? Weinen? Ein dichter, zauberhafter Einblick in das Reich der Spinner, in uns alle. Und ein kleines Gesellschaftsporträt, denn hat nicht unsere Gesellschaft zunehmend manische Strukturen?
Unsere Bücher-Tipps aus dem Diogenes Verlag:
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Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
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Autor: |
Eine neue Reality-Show ist angesagt: »Konzentration« – die quotenträchtigste Sendung, seit es Fernsehen gibt. Inszeniert wird ein Konzentrationslager. Wer als Kapo mitmachen will, darf sich bei einem Casting bewerben. Die Gefangenen holt sich der Sender willkürlich von der Straße. Das Publikum zu Hause darf mitspielen: Jeden Tag sollen zwei Häftlinge via Fernbedienung oder Telefon zum Tod verurteilt werden. Unter den Gefangenen ist CKZ 114, eine junge, hübsche Frau. Im Leben davor hieß sie Pannonica und war Paläontologin. Sie ist die Heldin dieses Romans, eine Heldin im wahrsten Sinn: Denn sie versucht herauszufinden, wie man die eigene Würde bewahren kann, sogar unter diesen Umständen. Eines der einfachsten Mittel ist, sich zu siezen. Natürlich reicht das noch nicht aus, um ein Lager geistig und körperlich unbeschadet zu überstehen – aber es hilft. Andere Überlebensstrategien sind häretischer Art. Gottes leer gewordene Stelle muß ausgefüllt werden. Was läge näher, als selbst einzuspringen? Doch Pannonica übertreibt und bringt sich und auch alle anderen Gefangenen in Gefahr. Draußen schlägt die Sendung hohe Wellen. Die Presse verurteilt die Amoralität der Show in den scheinheiligsten Tönen, was die Zuschauerquoten um so mehr in die Höhe treibt. |
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