Sprecher:
Erika Mann, Klaus Mann, Golo Mann, Elisabeth Mann Borgese, Michael Thomas Mann u.a.
Regie:
Ulrich Klenner
Produktion:
Bayerischer Rundfunk, 2005
Verlag:
Hörverlag, Juni 2006
Hörbuch - Lisbeth Exner / Ulrike Voswinckel / Uwe Naumann, Die Kinder der Manns, Feature, 6 CDs, Digipaks im Schuber, 60-seitiges Begleitbuch
Thomas Mann zum Vater zu haben, war für die Kinder ein „problematisches Glück“, sagte einst Golo Mann. Das einzige der sechs Kinder, das sich von der elterlichen Dominanz befreien konnte, war wohl die temperamentvolle Erika. Klaus galt zwar als liebenswert und hoch begabt, zerbrach aber unter dem Schatten des übermächtigen Vaters. Der spätere Historiker Golo war in den Augen seiner Eltern ein hilfsbereiter Sonderling. Monika nannten sie gar das „dumme Mönle“. Elisabeth war als Spätgeborene neben Erika der Liebling des Vaters. Michael, der Jüngste, galt als problematische Persönlichkeit.
Die Kinder der Manns dokumentiert eine außergewöhnliche Familiengeschichte und präsentiert zugleich ein Panorama des 20. Jahrhunderts: sechs spannende und informative Features über die Kinder der Manns mit vielen O-Tönen der Familie Mann sowie den Stimmen von Rufus Beck, Gert Heidenreich, Sophie von Kessel, Ilse Neubauer u. v. a.
Erika Mann – „Die Eri muss die Suppe salzen.“
Die vielen Leben der Erika Mann
Von Lisbeth Exner
Klaus Mann – nicht nur Kind seiner Zeit
„Immer schweifend, immer ruhelos!..“
Von Ulrike Voswinckel
Golo Mann – Thomas Manns begabtester Sohn
Der „brave“ Golo
Von Gustav Seibt
Monika Mann – Trauma und verwegene Skizzen
„Das Leben ist eine Selbstbefreiung“
Von Helga Keiser-Hayne
Elisabeth Mann – „Die Erwählte“
Die Emanzipation der Elisabeth Mann Borgese
Von Kerstin Holzer
Golo Mann
Golo Mann wurde 1909 in München als drittes Kind von Thomas und Katia Mann geboren. Er studierte Philosophie und Geschichte in München, Berlin und Heidelberg, wo er bei Karl Jaspers promovierte. Golo Mann emigrierte 1933 nach Frankreich und später nach Zürich. Als Kriegsfreiwilliger wurde er in Frankreich interniert, mit seinem Onkel Heinrich gelang ihm die Flucht über die Pyrenäen. Ab 1942 lehrte er an verschiedenen Universitäten in Amerika und in Deutschland. Golo Mann starb 1994 in Leverkusen.