Thomas Mann, Joseph und seine Brüder - Hörbuch, 30 CDs
Thomas Manns vierteiliger Romanzyklus will die Urformen des Lebens ergründen. Er beleuchtet das mythische Bewusstsein der antiken Kulturen, in denen das Verhalten des einzelnen von allgemein anerkannten, archaischen Mustern bestimmt war. Nicht zuletzt eine Anregung Goethes führte dazu, dass Mann für seine Themenstellung die Legende von Joseph aus dem ersten Buch der Genesis heranzog. Der Autor bezeichnete sein Werk später einmal als "verschämte Menschheitsdichtung".
Der "König der Vorleser", wie er in der Zeit genannt wurde, stammte aus Dresden und erhielt dort eine Schauspielausbildung. Bald nach dem Krieg begann er beim Rundfunk seine Karriere als Hörspielregisseur und Vorleser, zunächst bei Radio Bremen, dann beim Südwestfunk. 1959 ging er als Ensemblemitglied zum Züricher Schauspielhaus. Er blieb aber auch weiterhin Vorleser, dessen Repertoire schier unübersehbar war. Seine Lieblingsautoren waren Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann.
Autor:
Der am 6.6.1875 in Lübeck geborene Patriziersohn gilt als der größte deutsche Romancier des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk schlagen sich die vielfältigen kulturellen und geistigen Strömungen seiner Zeit mit ihren Wandlungen und Verwerfungen nieder. 1929 wurde er vor allem für seinen z.T. autobiografischen Roman -Die Buddenbrooks mit dem Nobelpreis geehrt. Nach Jahren im amerikanischen Exil, von wo aus er das NS-System bekämpft hatte, kehrte er 1952, von der Politik enttäuscht, nach Europa zurück und zog sich nach Kilchberg am Zürichsee zurück. Er starb am 12.8.1955.