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Balthasar (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Autobiographie |
| ISBN: |
3-257-06574-4 |
| Autor: |
Slawomir Mrozek |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes, April 2007 |
| Format / Seiten: |
Leinen, 384 Seiten |
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Inhalt: |
Balthasar
Es war ein abenteuerliches Leben, zu dem der in der Schule eher schüchterne junge Slawomir praktisch gezwungen wurde: Er war Kind und Jugendlicher während der Kriegszeit, erlebte die Okkupation durch die Nazis, die Befreiung Polens, die Hungerjahre im und nach dem Krieg, den Aufbau der ›Volksrepublik Polen‹. Mrozek erzählt auf rührende Weise, wie sein Weg zum Theater durchaus nicht gradlinig verlief: Er führte über das Architekturstudium, über den Journalismus, das Kunststudium, das Karikaturenzeichnen für ein Wochenblatt und über das Schreiben für ein Kabarett. Erst im Jahre 1958 schrieb er sein erstes, erfolgreiches Theaterstück ›Polizei‹. Von da an wußte er genau, wohin sein Weg ging. Mrozek verschweigt auch nicht seine jahrelange Mitgliedschaft in der ›Polnischen Arbeiterpartei‹. Erst durch seine Auslandsreisen nach Paris und New York gewann er so viel Abstand, daß er nach seiner Heimkehr das Parteibuch abgab. Die Niederschlagung des Prager Frühlings veranlaßte ihn schließlich, mit seiner ersten Frau, Maria Obremba, von einer Auslandsreise nach Paris nicht nach Polen zurückzukehren. So wurden aus einem Touristenaufenthalt in Italien und Frankreich zwanzig Jahre Exil in Paris und dreizehn Jahre in Mexiko, wohin ihn seine zweite Ehe mit der Theaterregisseurin Susana Osorio brachte. Nach der Wende in Polen kehrten die beiden in Mrozeks Heimatstadt Krakau zurück, in der ihn auch heute noch jedes Kind kennt. Slawomir Mrozek, der sich seit seinem Schlaganfall Balthasar nennt, zum Zeichen, daß er danach nicht mehr derselbe war, schaut zurück auf ein bewegtes Leben, in dem es nur eine Konstante gab: das Theater.
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Autor: |
Geboren am 29.6.1930 in Borzecin bei Krakau. Ein Postmeister hatte die Tochter eines Kleinkrämers geheiratet. Der Kleinkrämer züchtete Schweine. Am Futter für die Schweine taten sich aber nicht nur die Schweine gütlich, auch Ratten ließen es sich nicht entgehen, wenn es etwas zu fressen gab. Der Sohn des Postmeisters wiederum war immer interessiert zur Stelle, wenn die Schweine – und Ratten – gefüttert wurden. »Diese Studien sollten mir später helfen, den Charakter und das Verhalten gewisser Menschen zu verstehen.« Der Sohn des Postmeisters, Slawomir Mrozek, verlegte sich später mehr auf Architektur, Kunstgeschichte und Orientalistik. Karikaturen und Satiren erschienen in Zeitungen und 1957 in seinem ersten Buch ›Der Elefant‹. Das Studieren war Vergangenheit, es folgten eine Hochzeit und dank Stücken wie ›Tango‹ und ›Emigranten‹ der Weltruhm. Bei der polnischen Regierung war Mrozek so hoch angesehen, daß er jahrelang in Italien wohnen konnte, ohne daß die gute Miene als Zeichen für ein böses Spiel hätte gedeutet werden können. 1968, als der Prager Frühling in einen bitteren Winter umschlug, beantragte der Vorzeige-Intellektuelle in Paris politisches Asyl. Es verschwanden das Lächeln aus dem Gesicht der Regierung, seine Bücher aus den Bibliotheken und Buchhandlungen und seine Stücke von den Spielplänen. Nur zwei Jahre später – in der polnischen Funktionärsriege hatte es inzwischen kleinere Umstrukturierungen gegeben – tauchte alles wieder auf. Mrozek festigte indessen den Ruf seiner Weltläufigkeit, bereiste Südamerika, dozierte in den USA, entzog sich »der Zugluft der historischen Ereignisse«, ließ sich mit seiner zweiten Frau, einer Mexikanerin, auf einer Ranch in Mexiko nieder und entschloß sich nach zwei Filmen, Schriftsteller zu bleiben. Gut so, denn sonst wäre es vielleicht nie zum Krakauer Mrozek-Festival von 1990 gekommen, das den berühmtesten Schriftsteller der Stadt mit einer Dackelparade feierte. |
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