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Schnitzlers Würgeengel (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Vier Novellen |
| ISBN: |
3-257-06032-7 |
| Autor: |
Hartmut Lange |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 144 Seiten |
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Inhalt: |
Schnitzlers Würgeengel
In der Titelnovelle ist der Icherzähler zu Gast bei Arthur Schnitzler, man schreibt den Herbst 1931, es sind Schnitzlers letzte Tage … ›Als Schnitzler die Villa in der Sternwartestraße betrat, meinte er, im Hintergrund des Korridors, dort, wo es beinahe dunkel war, einen Schatten zu sehen. Eigentlich etwas Helles, Hochaufragendes, als stünde dort jemand, aber es war eine Anwandlung, die sofort wieder verschwand.‹ Ein Reisender kommt mit dem Flugzeug nach Tel Aviv, ist einige Stunden später in Jerusalem, kurz danach steht er auf der Anhöhe von Golgatha und schaut durch die offene Kuppel der dortigen Kirche, er sieht nur einen diesigen Lichtschein. Kurz danach findet sich ›Hans-Peter Ludwig, wie er es wünschte, im Freien wieder. Er hing am Kreuz, und das erste, was er hörte, war jene Stimme der Mimi aus der Oper des Puccini, die er so liebte… und nun sah er über sich jenes flirrende, nahezu unbegrenzte Blau.‹ Vier neue Novellen von Hartmut Lange: ›Herr Semmering · Schnitzlers Würgeengel · Die Mauer im Hof · Der Himmel über Golgatha.‹ Verbunden sind diese Novellen durch das ihnen voranstehende Motto: »In der Unheimlichkeit steht das Dasein ursprünglich mit sich selbst zusammen.« ›Heidegger‹
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Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
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Autor: |
Geboren am 31.3.1937 in Berlin-Spandau. Der Sohn eines Metzgers verließ die Oberschule vor dem Abitur und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Trotz des Schulabbruchs wurde er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg zugelassen, wo er Dramaturgie studierte. Im dritten Studienjahr wurde er rausgeschmissen und schrieb, basierend auf seinen Erfahrungen als Gleisarbeiter, im selben Jahr sein erstes Stück, ›Senftenberger Erzählungen oder Die Enteignung‹. Das Stück sorgte für Aufregung. Die angekündigte Aufführung fand nicht statt, brachte Lange aber eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater in Ost-Berlin, wo er Peter Hacks’ Meisterschüler wurde. Mit seiner politischen Komödie ›Marski‹, die die Agrarpolitik der SED und darüber hinaus ironisch die Bekehrung eines Kapitalisten zum Sozialisten auf die Bühne brachte, begab sich Lange in eine ideologische Auseinandersetzung. Zur völligen Entfremdung vom SED-Regime kam es durch die Lektüre der verbotenen Stalin-Biographie von Isaak Deutscher. Noch vor der Uraufführung von ›Marski‹ kehrte er von einer Reise nach Jugoslawien nicht in die DDR zurück. Er ging nach West-Berlin, wo er als linker Dramatiker die Brechtsche Tradition weiterführte. Ende der siebziger Jahre begann sein Glaube an den Rationalismus zu zerfallen. Ein langer, verwirrender Wandlungsprozeß machte ihn zum »positiven Nihilisten«: »Ich bin heute zutiefst davon überzeugt, daß der Mensch etwas Unvereinbares ist.« Das Theater bot ihm nicht mehr die Gestaltungsmöglichkeiten für das, was er ausdrücken wollte. Wenn schon der feste Boden der Vernunft verloren war, was sollten dann noch ›die Bretter, die die Welt bedeuten‹? Er entdeckte für sich die Novellenform und wird heute in seiner Thematik als Nachkomme Heinrich von Kleists gesehen. »Kleists Unglück, Todesnähe und Todesheiterkeit sind auch seine Chiffren, sind sein Code, den er entziffern will.« (›Süddeutsche Zeitung‹) |
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