Theodor Fontane, Der Stechlin - Ungekürzte Lesung von Gert Westphal, Hörbuch, 11 CDs
"Zum Schluss stirbt ein Alter, und zwei Junge heiraten sich; - das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht" schreibt Theodor Fontane 1897 in einem Brief über den Stechlin. Er konzentriert sich in diesem Werk auf die Darstellung der Personen und ihre Konversation untereinander. Ein Hauptthema der Gespräche ist der Konflikt zwischen Tradition und den Ideen der neuen Zeit - ein Gegensatz, der niemals an Aktualität und Brisanz verliert." Deutsche Grammophon
Der "König der Vorleser", wie er in der Zeit genannt wurde, stammte aus Dresden und erhielt dort eine Schauspielausbildung. Bald nach dem Krieg begann er beim Rundfunk seine Karriere als Hörspielregisseur und Vorleser, zunächst bei Radio Bremen, dann beim Südwestfunk. 1959 ging er als Ensemblemitglied zum Züricher Schauspielhaus. Er blieb aber auch weiterhin Vorleser, dessen Repertoire schier unübersehbar war. Seine Lieblingsautoren waren Johann Wolfgang von Goethe, Theodor Fontane und Thomas Mann.
Autor:
Erst mit 57 Jahren fand Fontane zum Schriftstellerberuf. Zunächst politisch eher konservativ ausgerichtet, wurde er in seinen sehr erfolgreichen Romanen zunehmend zum unerbittlichen Kritiker der preußisch-kaiserlichen Gesellschaft, die er mit großer Detailgenauigkeit durchleuchtete, was ihm deren entschiedene Gegnerschaft einbrachte. Er bindet seine Kritik jedoch in eine formvollendete Fassung. "Effi Briest" und "Irrungen und Wirrungen" sind heute wieder Schullektüre, ganz abgesehen vom "Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland".