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Die Hochzeit von Auschwitz (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Eine Begebenheit |
| ISBN: |
3-257-06324-5 |
| Autor: |
Erich Hackl |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 192 Seiten |
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Inhalt: |
Die Hochzeit von Auschwitz
Die Geschichte des Österreichers Rudi Friemel und der Spanierin Marga Ferrer, die sich während des spanischen Bürgerkriegs kennenlernten, durch die Ereignisse immer wieder getrennt wurden und ihre Liebe endlich – unter den unmöglichsten Umständen – legalisieren dürfen: Rudi ist seit Anfang 1942 Häftling im KZ Auschwitz, und am 18. März 1944 darf Marga Ferrer das Todeslager für einen Tag und eine Nacht betreten, um mit ihm den Bund fürs Leben einzugehen. Hoffnung erweckender Ausnahmezustand oder äußerster Zynismus der Machthabenden? Auf jeden Fall eine wahrhaft unerhörte Begebenheit, die nicht nur dem Brautpaar viel bedeutet. Sie wird auch für Auschwitz folgenreich sein. Ein Buch, in Stimmen erzählt, kunstvoll miteinander verwoben, auf den Spuren einer Geschichte, deren Widersprüche und Erkenntnislücken es nicht verschweigt. Zu Wort kommen: Rudis unkonventionelle Schwägerin in Madrid. Seine Frau, der am Ende nicht einmal ihre Erinnerungen bleiben. Ihr gemeinsames Kind Edouard und dessen Halbbruder Norbert, Rudis Sohn aus erster Ehe. Ein Spanienkämpfer aus Wien, der im Schützengraben zu Hause ist und den Krieg haßt. Die Leidensgefährten in Auschwitz. Zeugen und ihre Mutmaßungen, wie Rudi dorthin gekommen ist. Zwei Totenschreiberinnen im Standesamt des Lagers, die die Hochzeit bezeugen. Ein bewegendes Buch über Hoffnung und Verzweiflung, über die Niederlagen eines halben Jahrhunderts. Ein Buch, in dem neben der Liebe das Vertrauen im Mittelpunkt steht – in das Menschenmögliche.
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Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
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Autor: |
Geboren am 26.5.1954 in Steyr (Oberösterreich). »Das ist ein wunderbarer Erzähler, dem ich ohne weiteres, wenn ich es könnte, Preise verleihen würde«, meinte Stephan Hermlin zu Erich Hackl. Die Preiswürdigkeit seiner längeren Erzählungen ›Auroras Anlaß‹, ›Abschied von Sidonie‹ und ›Sara und Simón‹ steht außer Frage. Viel erwähnenswerter aber ist ihr authentischer Stoff. Volker Hage (›Der Spiegel‹) zufolge ein »Spezialist für die literarische Anverwandlung wahrer Begebenheiten«, widmet Hackl sich in seinen Erzählungen dem Kampf gegen das Vergessen. Ob sie von der spanischen Feministin und Freidenkerin Aurora Rodriguez, dem Zigeunermädchen Sidonie Adlersburg aus Oberösterreich oder von der Oppositionellen Sara Méndez aus Montevideo handeln, stets geht Erich Hackl wahren Fällen nach, in denen das Schicksal einzelner von einer kollektiven Macht bedroht wird und auch in einem gewaltsamen Tod enden kann. »Das Vergessen arbeitet sehr schnell. Literatur ist dem Erinnern verpflichtet.« Erich Hackl studierte in Salzburg und Málaga Germanistik und Hispanistik und war drei Jahre Lektor an der Universidad Complutense in Madrid. Zurück in Österreich, war er Spanischlehrer an einer Mittelschule und Lehrbeauftragter an der Universität Wien. Seit 1983 arbeitet Hackl als Übersetzer, Herausgeber und freier Schriftsteller. Er war ständiger Mitarbeiter des ›Wiener Tagebuch‹, Herausgeber der Aurora-Bücherei, einer Buchreihe für internationale Lyrik, die nach zwei Bänden eingestellt wurde, und er ist ständiger Mitarbeiter der Zürcher ›WochenZeitung‹. Zahlreiche von ihm herausgegebene Anthologien weisen ihn als Kenner des spanischen und lateinamerikanischen Lebens und der Literatur aus. Sein Märchen ›König Wamba‹, das Paul Flora illustrierte, tanzt nur auf den ersten Blick aus der Reihe seiner ›politischen Chroniken‹, denn auch hier erweist sich Hackl als ein engagierter und zudem humorvoller Sprachkünstler. |
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