Abenteuerlich und leidenschaftlich – und dabei in einer Sprache von genialer Klarheit: Puschkins Erzählungen sind nicht nur spannend, sondern auch ungeheuer modern.
Alexander Puschkin:
Geboren am 26.5.1799 in Moskau, gestorben am 23.1.1837 in St. Petersburg, begraben im Kloster von Sviatogorsk. Nach dem Gymnasium, wo die poetische Begabung des zuweilen schwarzgalligen Spaßvogels aufgefallen war, arbeitete er in St. Petersburg im Außenministerium und stand bald im Mittelpunkt des literarischen und mondänen Lebens der Kapitale und ihrer liberalen Zirkel. Als seine satirischen, gegen den Zaren und die Leibeigenschaft gerichteten Gedichte publik wurden, konnten ihm einflußreiche Freunde Sibirien ersparen, nicht aber die Verbannung in den Süden Rußlands. Der neue Zar Nikolaus I. beendete wenig später Puschkins trauriges Exil, machte ihn aber abhängig vom Hof und wurde sein persönlicher Zensor. Ein Duell mit Georges d’Anthes, dem französischen Verehrer seiner Frau, beendete 1837 viel zu früh das Leben des Schöpfers der russischen Literatursprache. »Nein, ich werde nicht ganz sterben … solange auf Erden auch nur ein Poet leben wird.«