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Eine andere Form des Glücks (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Novelle |
| ISBN: |
3-257-06211-7 |
| Autor: |
Hartmut Lange |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 144 Seiten |
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Inhalt: |
Eine andere Form des Glücks
»Die Wahrheit liegt im Verschwinden«, ein verwirrender Satz, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und manches Rätsel aufgibt. Die schweigsame Corinna Mühlbauer, Freundin des renommierten Berliner Statikers Kippenberger, bringt nicht nur ihre eigene Beziehung zu Kippenberger ins Wanken, sondern auch die Ehe des befreundeten Zahnarzt-Ehepaars Dahlhaus. Wie macht sie das? Wie kann sie, die meist nur stumm und scheinbar teilnahmslos anwesend ist, die Menschen um sich herum irritieren und in große Ratlosigkeit versetzen? Diese Frau ist präsent, um sich im nächsten Moment in Luft aufzulösen – die Wahrheit liegt im Verschwinden. Unklar ist, was das bedeuten soll: daß Corinna plötzlich die Heirat mit Kippenberger ablehnt, daß sie immer den gleichen Weg am Grunewaldsee einschlägt, daß der Mond anfangs am See in südöstlicher, am Ende aber in nordwestlicher Richtung zu sehen ist. Die Perspektiven sind verdreht, nichts ist mehr an dem Ort, wo es sonst immer war. Das Ehekarussell fängt langsam an zu kreisen, bis Corinna den Menschen findet, der ihre »etwas andere Form des Glücks« zu begreifen scheint. In diesem geheimnisvoll subtilen Buch dringt Hartmut Lange in Räume vor, die weit außerhalb eines hektischen Berliner Großstadtlebens liegen. In einer meisterhaft dichten und lakonischen Sprache werden Menschen gezeichnet, die bereit sind, bei ihrer Glücksuche auch unbequeme Pfade zu betreten.
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Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
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Autor: |
Geboren am 31.3.1937 in Berlin-Spandau. Der Sohn eines Metzgers verließ die Oberschule vor dem Abitur und schlug sich mit Gelegenheitsarbeiten durch. Trotz des Schulabbruchs wurde er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg zugelassen, wo er Dramaturgie studierte. Im dritten Studienjahr wurde er rausgeschmissen und schrieb, basierend auf seinen Erfahrungen als Gleisarbeiter, im selben Jahr sein erstes Stück, ›Senftenberger Erzählungen oder Die Enteignung‹. Das Stück sorgte für Aufregung. Die angekündigte Aufführung fand nicht statt, brachte Lange aber eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater in Ost-Berlin, wo er Peter Hacks’ Meisterschüler wurde. Mit seiner politischen Komödie ›Marski‹, die die Agrarpolitik der SED und darüber hinaus ironisch die Bekehrung eines Kapitalisten zum Sozialisten auf die Bühne brachte, begab sich Lange in eine ideologische Auseinandersetzung. Zur völligen Entfremdung vom SED-Regime kam es durch die Lektüre der verbotenen Stalin-Biographie von Isaak Deutscher. Noch vor der Uraufführung von ›Marski‹ kehrte er von einer Reise nach Jugoslawien nicht in die DDR zurück. Er ging nach West-Berlin, wo er als linker Dramatiker die Brechtsche Tradition weiterführte. Ende der siebziger Jahre begann sein Glaube an den Rationalismus zu zerfallen. Ein langer, verwirrender Wandlungsprozeß machte ihn zum »positiven Nihilisten«: »Ich bin heute zutiefst davon überzeugt, daß der Mensch etwas Unvereinbares ist.« Das Theater bot ihm nicht mehr die Gestaltungsmöglichkeiten für das, was er ausdrücken wollte. Wenn schon der feste Boden der Vernunft verloren war, was sollten dann noch ›die Bretter, die die Welt bedeuten‹? Er entdeckte für sich die Novellenform und wird heute in seiner Thematik als Nachkomme Heinrich von Kleists gesehen. »Kleists Unglück, Todesnähe und Todesheiterkeit sind auch seine Chiffren, sind sein Code, den er entziffern will.« (›Süddeutsche Zeitung‹) |
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