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Gesammelte Werke in 10 Bänden in Kassette
»Die zehnbändige Ausgabe der Gesammelten Werke von Alfred Andersch hat gleich nach ihrem Erscheinen in den Feuilletons der führenden deutschsprachigen Tages- und Wochenzeitungen große Beachtung gefunden und es innerhalb kürzester Zeit … sogar bis auf den ersten Platz der Literatur-Bestenliste der Zeit gebracht. Dieser spektakuläre Erfolg hängt sicher auch mit einer professionellen Verlagsarbeit zusammen, aber mehr doch wohl mit der nunmehr angebotenen Möglichkeit der Wiederbegegnung mit einem ›guten alten Bekannten‹ oder gar zur Neuentdeckung einer der zentralen Figuren der deutschen Nachkriegsliteratur. … Andersch markiert mit seinem Werk eine Position (nämlich nach Anderschs Wort die eines humanistischen Sozialismus), die heute in der Literatur anscheinend unbesetzt ist. … In ihrem Reichtum und in ihrer Lesefreundlichkeit ermöglicht die Ausgabe mit Leichtigkeit den Nachweis, daß es überaus lohnend, lehrreich, anregend und intellektuell wie sinnlich befriedigend ist, Alfred Andersch ›neu zu lesen‹. … Nicht allein die Textauswahl und -präsentation sind dazu geeignet, den allgemein an Andersch interessierten Leser immer wieder zu erfreuen und zu fesseln, sondern auch die Kommentare sind allgemein bereichernd, ohne grundlegend Bedürfnisse des professionellen Lesers zu vernachlässigen. … Ergänzt wird die Ausgabe durch eine ständig aktualisierte Bibliographie der Sekundärliteratur auf der Website des Diogenes Verlags (www.diogenes.ch/andersch/bibliographie). … Man kann die vorliegende Ausgabe nicht allein all jenen ohne Abstriche empfehlen, die sich auf das literarische, wissenschaftliche, politische: kurz intellektuelle Abenteuer, Andersch neu zu lesen, einlassen möchten, sondern allen anderen ebenso. Diese Ausgabe wird man in Zukunft in der durch sie hoffentlich belebten Andersch-Forschung als Standardreferenzwerk heranziehen müssen, sie bietet zudem ein gelungenes Vorbild für eine im besten Sinne des Wortes popularisierende editorische Arbeit. Kurzum: Die von Dieter Lamping und seinen Mitarbeitern besorgte Ausgabe der Werke Alfred Anderschs gehört in jede gute Bibliothek.« Rüdiger Zymner / Wirkendes Wort 55 (2005), Trier
»Nobel ausgestattet, sorgfältig redigiert und solide kommentiert. Eine Fülle von Material insgesamt, das zu sammeln und in Erinnerung zu bringen verdienstvoll und wichtig war. Denn Andersch hat ganz ohne Zweifel bedeutende und unverwechselbare Beiträge zur deutschen Nachkriegsliteratur geleistet, und seine Romane und Erzählungen haben durchaus Aktualität behalten.« Jürgen Jacobs / Kölner Stadt-Anzeiger
»Eine Vielzahl von Andersch-Texten ist längst in wohlfeilen Paperbackausgaben verfügbar. Weshalb also sollte man zu den teuren Hardcoverbänden der gesammelten Werke greifen? Zum einen runden sich die Bücher zu erregenden Albumblättern deutscher Geschichte. Dann sind da noch die klugen Kommentare, aus denen man alles über die Entstehung der jeweiligen Manuskripte erfährt. Am meisten aber reizt es, die Hörspiele, die Reiseberichte und vor allem die Essays zur Literatur vereint zu sehen, in denen sich auch Alfred Anderschs Credo findet: ›Das Erzählen gibt keine Antworten, es stellt Fragen‹.« Ulf Heise / Märkische Allgemeine, Potsdam
»Diese kommentierte Ausgabe erlaubt einen neuen Blick auf einen der großen deutschen Schriftsteller, einen Klassiker der Nachkriegsliteratur.« Die Zeit, Hamburg
»Das erste, was beim Wiederlesen der Romane, Erzählungen und Reisebeschreibungen, ja sogar vieler Essays auffällt, ist die Tatsache, daß die meisten von ihnen erstaunlich wenig Patina angesetzt haben. Das ist nicht wenig, wenn man bedenkt, wie vieles von dem, was in den fünfziger und sechziger Jahren einmal als avanciert galt, uns heute nur noch verschmockt oder angestrengt erscheint. Als Konstrukteur und Stilist war er virtuos. Andersch war ein erstklassiger Romancier, Erzähler und Essayist. Er sei einfach gelesen.« Jochen Schimmang / Frankfurter Allgemeine Zeitung
Unsere Bücher-Tipps aus dem Diogenes Verlag:
Wilhelm Busch, Gedichte und Bildergeschichten, Halbleinen Paulo Coelho, Auf dem Jakobsweg, Leinen Petros Markaris, Der Großaktionär, Leinen Slawomir Mrozek, Balhasar, Leinen Urs Widmer, Das Buch des Vaters, Leinen W. Somerset Maugham, Gesammelte Erzählungen, Leinen Andrea De Carlo, Wenn der Wind sich dreht, Leinen Bernhard Schlink, Die Heimkehr, Leinen Donna Leon, Wie durch ein dunkles Glas, Leinen F. Scott Fitzgerald, Diesseits vom Paradies, Leinen Ian McEwan, Saturday, Leinen Jakob Arjouni, Chez Max, Leinen Joachim Ringelnatz, Sämtliche Erzählungen und Gedichte, Leinen Liaty Pisani, Das Tagebuch der Signora, Leinen Loriot, Gesammelte Prosa, Leinen Magdalen Nabb, Eine Japanerin in Florenz, Leinen Martin Suter, Unter Freunden, Leinen Munro Leaf, Ferdinand, Leinen Patricia Highsmith, Der Geschichtenerzähler, Leinen Patrick Süskind, Das Parfum, Leinen Rolf Dobelli, Himmelreich, Leinen
Übersicht aller Titel aus dem Diogenes Verlag
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Autor: |
Geboren am 4.2.1914 in München, gestorben am 21.2.1980 in Berzona (Tessin), dort auf dem Dorffriedhof begraben. Ein Jahr nachdem Andersch, 18jährig, Organisations- leiter des Kommunistischen Jugendverbandes von Südbayern geworden war, wurde er in das KZ Dachau gebracht. Andersch löste sich von der KPD. 1944 desertierte der gelernte Buchhändler aus der Wehrmacht und geriet in Kriegsgefangenschaft. Er wurde Redakteur der Lagerzeitung ›Der Ruf‹, die er ab 1946 mit Hans Werner Richter zusammen in München weiterführte. Dem ›Ruf‹ wurde wegen Kritik an den Besatzungsmächten die Lizenz entzogen. Aus den wiederholten Treffen der ›Ruf‹-Autoren entstand die Gruppe 47. 1958 wurde er freier Schriftsteller und zog mit seiner Frau, der Malerin Gisela Andersch, nach Berzona im Tessin. ›Artikel 3 (3)‹ hieß das Gedicht, das vier Jahre später zu einem beispiellosen Skandalon wurde. Selbst wohlmeinende Leute hatte Andersch mit seiner harten und pauschalen Kritik am sogenannten Radikalenerlaß schockiert, der ›verfassungsfeindliche Kräfte‹ in der Bundesrepublik vom öffentlichen Dienst fernhalten sollte.Andersch förderte junge Autoren und hatte selbst seiner Meinung nach zu spät mit dem Schreiben begonnen: Es war für ihn »die traurige Geschichte vom langsam fallenden Groschen«. |