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Kinderhochzeit, Adolf Muschg - Buch, Gebunden |
| Untertitel: |
Roman |
| ISBN: |
978-3-518-42032-4 |
| Autor: |
Adolf Muschg |
| Nachwort: |
-- |
| Verlag: |
Suhrkamp, September 2008 |
| Format / Seiten: |
Buch, 580 Seiten |
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Inhalt: |
Adolf Muschg, Kinderhochzeit - Buch, Gebunden
Klaus Marbach und seine Frau, die Juristin Manon de Montmollin, haben sich in der Arbeit am sogenannten Bergier-Bericht über die Schweizer Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg kennengelernt. Als sie sich trennen, setzt er seine Recherche im badischen Nieburg, im Herzen des Bühlerschen Aluminium-Imperiums, auf eigene Faust fort: »Das Böse in Nieburg, ich möchte wissen, wo es herkam und wie man ihm widersteht.« Lange merkt Marbach nicht, daß er ausgezogen ist, das Fürchten zu lernen. Denn die Verstrickung der Kriegsgeneration und diejenige ihrer Nachkommen wird zu seiner eigenen. Es ist Imogen Selber-Weiland, die letzte der Bühler-Dynastie und Alleinerbin, die seine Nachforschungen protegiert und sich seiner Phantasie zunehmend bemächtigt. Bald gerät Marbach auch auf die Spur ihrer ehelichen Verbindung mit dem auf geheimnisvolle Weise abwesenden genialischen Schriftsteller Iring Selber. Von einer Grenzüberschreitung zur nächsten führt Marbachs Passion zu dieser älteren Frau ihn schließlich zu den Quellen seiner Existenz und ins Labyrinth einer unvergangenen Geschichte.
Adolf Muschg hat eine Liebesgeschichte geschrieben von kühner Offenheit und zugleich eine Geschichte des europäischen Bewußtseins. Wie für den Roten Ritter Parzival stellt sich auch in diesem Roman die Frage nach dem 'rechten Leben', nach dem 'einen, das not tut'. Und es zeigt sich dies am Ende als das, was der europäischen Zivilisation (noch) nicht gelungen ist.
»Das Böse in Nieburg, ich möchte wissen, wo es herkam und wie man ihm widersteht.«
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Übersicht aller Titel der Reihe: Manesse Bibliothek
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Autor: |
1934 geboren am 13. Mai als Sohn eines Volksschullehrers in Zollikon (Kanton Zürich, Schweiz). Halbbruder des Basler Literaturhistorikers Walter Muschg (1898-1965) und der Jugendbuchautorin Elsa Muschg (1899-1976) 1946-1953 Besuch des Gymnasiums in Zürich und 2 Jahre Internat in Schiers. Matura am Literaturgymnasium Zürich 1953-1959 Studium der Germanistik, Anglistik und Psychologie an der Universität Zürich und in Cambridge. Abschluß mit der Promotion mit einer Dissertation über Ernst Barlachs Dramen bei Professor Emil Steiger 1959-1962 Hauptlehrer für Deutsch an der Kantonalen Oberrealschule Daneben Redakteur einer literarischen Sendereihe bei Radio Zürich und Dozent an der Volkshochschule 1962-1964 Lektor für Deutsch an der International Christian University in Tokio 1964-1967 Wissenschaftlicher Assistent von Professor Walther Killy am Deutschen Seminar der Universität Göttingen. 1967-1969 Assistant Professor für neue deutsche Literatur an der Cornell University, Ithaca (New York). 1969-1970 Assistenzprofessor an der Universität Genf 1970 Mitbegründer der Schweizer Autoren-"Gruppe Olten" 1970 a.o. Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (bis 1999). 1974-1977 Mitglied der Kommission für die Vorbereitung einer Totalrevision der Schweizerischen Bundesverfassung 1975 Ständeratskandidat der Sozialdemokratischen Partei des Kantons Zürich 1978 Reise nach China (April-Mai) 1979/80 Gastdozentur für Poetik in Frankfurt/Main mit dem Thema "Literatur als Therapie?" 1985 Februar-April: "Swiss Writer in Residence" an der University of Southern California, Los Angeles. Mai: Aufenthalt in einem japanischen Kloster 1986/87 Mehrere Reisen nach Japan im Zusammenhang mit der Arbeit am Film Deshima 1987/88 Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin 1996 Mitwirkung bei der Konzeption der Schweizer Stiftung für Solidarität 1997 erster Leiter des Collegium Helveticum in der Semper-Sternwarte der ETH 1999 Emeritierung am 01. Oktober
Adolf Muschg ist Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
Auszeichnungen: 1965 Förderungspreis des Kantons und der Stadt Zürich / Förderungspreis der Schweizerischen Schillerstiftung 1966 Förderungspreis des Landes Niedersachsen 1967 Hamburger Lesepreis / Georg Mackensen Literaturpreis 1968 Conrad Ferdinand Meyer-Preis 1974 Hermann Hesse-Preis 1976/77 Förderaktion für zeitgenössische Autoren des Bertelsmann Verlags 1984 Großer Literaturpreis der Stadt Zürich 1990 Carl-Zuckmayer-Medaille 1993 Ricarda Huch-Preis 1994 Erich Fried Ehrung für sein Lebenswerk / Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt 1995 Vilenica-Preis 1996 Internationaler Literaturpreis Chianti Ruffino-Antico Fattore 2001 Grimmelshausen-Preis |
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