Die Furcht zu lieben und die Angst, es nicht zu tun – Martin Walser liest seinen neuen Roman
Martin Walser gilt als Spezialist für Beziehungen, als einer, der sich darauf versteht, die alltägliche Liebe als etwas Unerhörtes zu beschreiben. Nach »Ein springender Brunnen« gelang Walser mit »Der Augenblick der Liebe« erneut ein Bestseller. Gleichzeitig machte er mit »Tod eines Kritikers« auch als Spezialist der Feindschaft von sich reden: So hassend sich fürchten konnte nur einer. Nun führt Walser in »Angstblüte« beides zusammen: die Furcht zu lieben und die Angst, es nicht zu tun, die Freundschaft und den Moment ihres Verrats.
Martin Walser:
Martin Walser, 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren, studierte Literatur, Geschichte und Philosophie und promovierte über Franz Kafka. Für seine schriftstellerische Tätigkeit erhielt er bereits1957 den Hermann-Hesse-Preis. Weitere Auszeichnungen folgten, darunter 1962 der Gerhart Hauptmann-Preis und 1965 der Schiller-Gedächtnis-Förderpreis. 1981 wurde Martin Walser mit dem Georg-Büchner-Preis und 1998 mit dem Friedenspreis des Buchhandels ausgezeichnet.