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Kleinstadtaffäre (Buch, Leinen) |
| Untertitel: |
Roman |
| ISBN: |
3-257-06335-0 |
| Autor: |
Hans Werner Kettenbach |
| Nachwort: |
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| Verlag: |
Diogenes |
| Format / Seiten: |
Leinen, 512 Seiten |
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Inhalt: |
Kleinstadtaffäre
Als der namhafte Schriftsteller Carl Wallot zu einer Lesung nach Merzthal reist, empfängt man ihn nicht gerade gastfreundlich. Doch gibt es da auch die attraktive Susanne, die ihn umwirbt – Wallot bleibt länger, als er es geplant hatte. Und mehr und mehr von dem, was er in dem kleinen Provinzstädtchen beobachtet, erscheint ihm merkwürdig. Etwa die Ehe Susannes mit dem wesentlich älteren Keppler, Großfabrikant und Mäzen von Merzthal, Wohltäter mit nicht ganz weißer Weste. Der weltläufige Wallot, der den Lokalpatriotismus, den Stolz der Merzthaler auf ihre Heimatstadt belächelt und sich ihnen hoch überlegen fühlt, beginnt zu schnüffeln und wittert bald Stoff für einen pikanten Provinz- und Schlüsselroman. So vermutet es wenigstens der Ich-Erzähler Jörg Froberger, ein junger talentierter Lokalredakteur, der sich in Merzthal auskennt und zudem jedes Geschehen um Susanne mit liebevoll-eifersüchtigem Blick verfolgt. Doch der Schriftsteller hat die Rechnung ohne die Merzthaler gemacht. Ein psychologisch dichter Roman über die unheilvolle Verstrickung von Geld, Macht und Gefühl.
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Autor: |
Geboren am 20.4.1928 in Bendorf (Rhein). Mit irritierender Regelmäßigkeit brauchte er länger als andere, um zu verwirklichen, was er wollte: Erst mit 28 fand er einen Beruf; er war 30, als er heiratete, schloß sein Studium mit 36 ab, veröffentlichte seinen ersten Roman, als er fast 50 zählte. Hans Werner Kettenbach war Bauhilfsarbeiter, Stenograph, Hilfsredakteur beim ›Kicker‹, Lektor für Hör- und Fernsehspiele. Sein Studium brach er ab, als sein Vater unerwartet starb; für zwei Jahre übernahm er dessen Anzeigenvertretung. Zu einer geregelten Beschäftigung kam er wie die Jungfrau zum Kind: Als er drauf und dran war, nach Caracas auszuwandern, bot der ›Kölner Stadtanzeiger‹ ihm ein Volontariat an. Er brachte es zum Nachrichtenredakteur, kündigte aber im Jahr darauf, weil es ihn wurmte, das Studium nicht abgeschlossen zu haben. Sechs Jahre später promovierte er über Lenins Imperialismusbegriff und kehrte zur Zeitung zurück. Als Korrespondent in Bonn berichtete Kettenbach neun Jahre lang, »viel zu lange«, über die Streitigkeiten zwischen Regierung und Opposition. Es war abermals ein Zufall, der ihm eine neue Perspektive eröffnete: Er stieß auf ein Preisausschreiben, in dem der beste Kriminalroman in deutscher Sprache gesucht wurde, nahm drei Wochen Urlaub und gewann mit dem ersten Roman, den er zu Ende brachte, den Wettbewerb und die Erkenntnis, er könne Journalist und Schriftsteller zugleich sein. Als Korrespondent in New York, politischer Ressortleiter, stellvertretender Chefredaktor in Köln und seit seiner Pensionierung 1993 schrieb er acht weitere Romane und einige Drehbücher, in denen er »auf eindringliche Weise Miseren unserer Gesellschaft schildert, ohne den Zeigefinger des Moralisten und Erziehers zu heben«. Diese Kritik freut ihn sehr, er würde aber allzugern auch den Wunsch seiner jüngeren Tochter erfüllen und »endlich einmal ein fröhliches Buch« schreiben. |
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